Informationen über das Karpfental
Das Karpfental umfasst das Gebiet des historischen Karpfenreviers, das bereits im Mittelalter bekannt war. Zuchtteiche, von denen Pilawa, gelegen in dem Teichkomplex Przerêb, der größte ist, umfassen mehrere hundert Hektar in den Tälern der Flüsse Weichsel, Skawa und Wieprzówka.
Initiatoren des Projektes "Das Karpfental" Waren die Gemeinden Zator, Przeciszów und Spytkowice. Später sind der Gruppe, welche ein gemeinsames Entwicklungsprogramm schaffen möchte, folgende Gemeinden beigetreten: Brze¼nica, Polanka Wielka und Osiek. Diese sechs im südlichen Teil des Weichseltals und in Pogórze Karpackie gelegenen Gemeinden haben sich vorgenommen, ihre Kräfte zu vereinigen und gemeinsam für diesen schönen Winkel Polens zu werben.
"Das Karpfental" ist ein Programm, welches mehrere miteinander verbundene Tätigkeiten, die zur Entwicklung eines gemeinsamen touristischen Angebots führen sollen, verbindet. Dieses Angebot beruht auf zugänglichen Bodenschätzen der Region. Fundament des Karpfentales sind hunderte von Jahren alte Traditionen der Zucht von Spiegelkarpfen. Die Zuchttechnologie wurde bis jetzt nicht geändert, dank dieser der Fisch über einen einzigartigen Geschmack verfügt. Der Karpfen aus Zator, auch Königlicher Karpfen (Spiegelkarpfen) genannt, ist ein von Feinschmeckern aus ganz Polen geschätzter und gesuchter Fisch. Ihm wurde auch ein Platz auf der "Karte der kleinpolnischen Leckerbissen" gewährt. Am besten schmeckt er geräuchert, mariniert oder in Sahne gebacken, d.h. auf lokale Art aus Zator vorbereitet. Lecker!

Königlicher Karpfen aus Zator - Ein absolutes Phänomen und Rekordaufsteller im Hinblick auf die Zuchtverhältnisse, weil die Anfänge der Fischerei und der Karpfenzucht in Zator bis in die Zeiten des Königs Boles³aw Krzywousty zurückreichen. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde das Zatorer Herzogtum Teil des Königreich Polen und seit dieser Zeit erfuhr diese Region, und insbesondere die hiesigen Fische, eine sorgfältige Obhut polnischer Könige. Unter den Fischen war Karpfen natürlich der Herrscher. Seine Geschmacksvorzüge wussten polnische Könige zu schätzen, indem sie sich ihn jahrelang auftischen ließen - daher kommt auch sein traditioneller Name "königlicher Karpfen", welcher von vielen Züchtern ihren Karpfen gegeben wird. Um jedoch der historischen Wahrheit gerecht zu werden, muss man betonen, dass nur der Karpfen aus Zator gerechtfertigt so genannt werden kann.
Die Karpfenzucht wird in Fischzucht-Anstalten betrieben, von denen zu den größten Przerêb, Spytkowice, Bugaj und Rudze gehören. Neben des "königlichen Karpfen" werden auch andere Fischgattungen gezüchtet und darunter Schleien, Goldorfen, Silberkarpfen, Graskarpfen, Karauschen und Silberkarauschen sowie Raubfische wie Hecht, Wels und Barsch.
Die Einwohner der Gemeinde Zator achten die Leistungen ihrer Urahnen. In der letzten Juniwoche feiern sie das Karpfenfest, wodurch sie der hunderte Jahre alten Tradition der Karpfenzucht Ausdruck geben. Während der alljährlichen Feierlichkeiten bewirten sie mit Karpfengerichten ihre Familien, Bekannte und Freunde.
Das Karpfental wurde zum Mekka der Angler aus ganz Polen, die hier gemeinsam mit ihren Familien ihre Freizeit und Ferien verbringen. Anglerbasis bilden die Flüsse, immer besser genutzte alte Flussbetten und Wasserbecken, die nach der Gewinnung von Kies entstanden sind. In der langen Anglersaison - von März bis Oktober - werden sie zum Erholungsort für Anglerliebhaber und deren Familien.

Mehrere Fischgattungen und unzählige Vogelgattungen aus dem "Karpfental", darunter auch die, welche selten anzutreffen sind, wie Nachtreiher, Moorente, Fluss-Seeschwalbe, Weißbartseeschwalbe, Weißflügel-Seeschwalbe, Rohrdommel und Zwergdommel ziehen Ornithologen und Fotoamateure, welche die Natur fotografieren, aus ganz Europa an. Das Gebiet des unteren Skawa-Tales und des Weichseltales in der Region um Zator wurden im europäischen Netz "Natura 2000" aufgenommen.
Zu weiteren unbestreitbaren Vorzügen dieser Region gehört auch die Lokalisierung in der Nähe von Wadowice, O¶wiêcim (Auschwitz) und der Agglomerationen von Krakau, Kattowitz und Bielsko-Bia³a. Das Gebiet des "Karpfentales" zeichnet sich aus durch ungewöhnliche Naturlandschaft und Kulturtraditionen, dank dessen es zu einem ausgezeichneten Ort der aktiven Erholung wird, verbunden mit landeskundlichen Attraktionen. Spaziergänge und Radausflüge entlang des Skawa-Flusses, umgeben vom Dickicht der Uferpflanzen und von Schilfteichen mit zahlreichen Lebensräumen der Wasservögel, sind eine hervorragende Form der Freizeitgestaltung.
Durch das Tal führen mehrere fertige Fahrradwege: Greenways - Der Grüne Fahrradweg Krakau - Mähren - Wien (Natur- und Kulturerbe), EuroVelo R4, Denkmalroute des O¶wiêcim-Gebietes und die Route der Holzarchitektur.



